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Die sogenannte Basistherapie ist bei Osteoporose unverzichtbar – sie beinhaltet verschiedene Maßnahmen, die auch zur Prophylaxe des „Knochenschwunds“ wichtig sind. Insbesondere eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D, regelmäßige körperliche Aktivität sowie die Ausschaltung von Risikofaktoren sind von besonderer Bedeutung.
Was ist die Basistherapie bei Osteoporose?
Die Basistherapie hat das Ziel, das Risiko für Knochenbrüche zu verringern. Sie sollte grundsätzlich fortgeführt werden – auch dann, wenn eine spezifische medikamentöse Therapie ärztlich verordnet wurde.
Calcium und Vitamin D sind wichtige Knochennährstoffe. Calcium sorgt für Festigkeit des Knochens – Vitamin D wiederum fördert die Calcium-Aufnahme im Darm und erhöht die Calcium-Einlagerung in den Knochen.
Die ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D ist daher Bestandteil der Basistherapie bei Osteoporose.
Calcium wird über die Ernährung zugeführt. Calciumreiche Lebensmittel sind z. B. Milch, Milchprodukte aber auch grünes Gemüse wie z. B. Brokkoli oder calciumreiches Mineralwasser.
Vitamin D kann der Körper bei ausreichend Sonneneinstrahlung auch selbst bilden. Hierzu ist allerdings eine gewisse Aufenthaltsdauer unter freiem Himmel sowie eine ausreichende Intensität der UV-Strahlung notwendig. Die Zufuhr von Vitamin D über die Nahrung (z. B. fettreicher Seefisch) spielt bei der Versorgung eine untergeordnete Rolle.
Für die beiden „Knochennährstoffe“ gelten laut der aktuellen Osteoporose-Leitlinie folgende Zufuhrempfehlungen für die Basistherapie:1
Calcium: 1000 mg – möglichst über die normale Ernährung
Vitamin D: 800 I.E.– 2.000 I.E. (Internationale Einheiten) über Supplemente (nicht mehr als 4.000 I.E. pro Tag)
Falls eine ausreichende Calcium-Versorgung über die Ernährung nicht sichergestellt werden kann, wird die Zufuhr über entsprechende Nährstoffpräparate empfohlen – dies gilt bei einer diagnostizierten Osteoporose für die Versorgung mit Vitamin D grundsätzlich.1
Gut zu wissen: Ergänzend wird auch empfohlen, einen möglicherweise bestehenden Vitamin-K-Mangel auszugleichen. Auch auf eine ausreichende Eiweißzufuhr ist zu achten.
Körperliche Aktivität
Ein regelmäßiges Sportprogramm ist bei Osteoporose das A & O – denn so werden die Knochen gestärkt und gleichzeitig wird dem Verlust von Muskelmasse entgegengewirkt. Dies wiederum kann das Risiko für Stürze reduzieren (Sturzprophylaxe).
Im Vordergrund stehen:
Aufbau von Muskelkraft
Verbesserung von Balance und Koordination
Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit
Welche Trainingsarten im Einzelfall geeignet sind, gilt es mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten zu besprechen. Dabei gilt es auch die aktuelle, individuelle Verfassung zur berücksichtigen. Wichtig ist eine langfristige und regelmäßige Durchführung – idealerweise dreimal pro Woche.
Gut zu wissen: Ergänzend können weitere Maßnahmen zur Sturzprophylaxe sinnvoll sein – z. B. die regelmäßige Überprüfung der Sehkraft sowie die Entfernung von Stolperfallen zu Hause (z. B. lose Teppiche).
Reduktion von beeinflussbaren Risikofaktoren
Bestimmte Risikofaktoren sollten im Rahmen der Basistherapie möglichst reduziert oder ganz ausgeschaltet werden. Mögliche Maßnahmen können sein:
Rauchverzicht
Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum
Gut zu wissen: Bestimmte Grunderkrankungen erhöhen das Osteoporose-Risiko. Dies gilt auch für bestimmte Medikamente, wie z. B. Kortison. Bitte sprechen Sie hierzu mit Ihrem behandelnden Arzt und setzen Sie verordnete Medikamente nie eigenmächtig ab.
Tipps bei Osteoporose
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Auf eine gute Calciumversorgung achten
Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und ein zentraler Baustein unserer Knochen. Bei Osteoporose ist eine gute Calcium-Versorgung ein wesentlicher Bestandteil der Basistherapie. Gute Calciumquellen sind vor allem Milch, Käse und Joghurt. Aber auch grünes Gemüse, Kräuter und calciumreiche Mineralwässer können zur Versorgung beitragen. Was viele nicht wissen: Jeder zweite Deutsche nimmt zu wenig Calcium auf1. Insofern sollten gerade Osteoporose-Patienten auf eine ausreichende Zufuhr achten.Die Osteoporose-Leitlinie2 empfiehlt eine tägliche Gesamtaufnahme von 1000 Milligramm. Wer das nicht über die Ernährung schafft, kann auf entsprechende Präparate aus der Apotheke zurückgreifen.
Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Magen-Darm-Trakt und unterstützt die Knochenhärtung. Es ist nur in wenigen Lebensmitteln in relevanten Mengen enthalten, sodass die Nahrung nur rund 10 Prozent des Bedarfs abdecken kann. Eine viel wichtige Rolle spielt daher die körpereigene Bildung des Vitamins in der Haut. Die kann allerdings nur ablaufen, wenn ausreichend Sonnenlicht auf die Haut einwirkt. Experten empfehlen daher, Gesicht und Arme täglich für mindestens 30 Minuten von der Sonne „küssen“ zu lassen. In der aktuellen Osteoporose-Leitlinie1 wird eine Zufuhr von 800 bis 1000 I.E. (Internationale Einheiten) Vitamin D über entsprechende Präparate (Supplemente) empfohlen, wenn die Eigenproduktion nicht sicher gewährleistet ist und/ oder die Zufuhr über die Nahrung nicht sicher gestellt werden kann.1
Ein angepasstes Bewegungsprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Osteoporose-Therapie. Denn durch mechanische Reize wird der Knochenstoffwechsel angeregt – auf diese Weise wird der Knochen gekräftigt und widerstandsfähiger. Gefragt sind dabei vor allem Zug- und Druckbelastungen und ein Wechsel zwischen Be- und Entlastung. Ein spezielles Krafttraining kann das leisten und wirkt sich zusätzlich auch positiv auf die Muskulatur und die Körperhaltung aus. Das sind wichtige Faktoren, um die Gefahr von Stürzen und damit auch von Knochenbrüchen zu verringern.
Entscheidend ist dabei, dass das Bewegungsprogramm auf den individuellen Trainingszustand zugeschnitten ist und von einem qualifizierten Trainer angeleitet wird.
Im Verlauf der Erkrankung werden die Knochen zunehmen porös und können schon bei einfachen Stürzen brechen. Umso wichtiger ist eine wirksame Sturzprävention – und die beginnt in den eigenen vier Wänden. Beseitigen Sie Stolperfallen wie rutschige Teppiche oder Telefonkabel im Flur. Auch unpassendes Schuhwerk und schlecht sitzende Kleidung (z. B. zu lange Hosen) können Stürze begünstigen. Darüber hinaus spielt auch eine gute Innenbeleuchtung eine wichtige Rolle. Zusätzlich sollten Sie Ihre Koordinationsfähigkeit und Ihr Gleichgewichtsgefühl trainieren – das geht zum Beispiel im Rahmen von Osteoporose-Gymnastik-Kursen, die ein solches Funktionstraining beinhalten.
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Information und Austausch
Informieren Sie sich über das Krankheitsbild und die Behandlung. Bei Osteoporose können Sie selbst viel dafür tun, um dem Knochenschwund entgegenzuwirken. Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung können Sie Risikofaktoren wie zum Beispiel das Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden. Viele Osteoporose-Patienten empfinden den Austausch mit anderen Betroffenen als sehr bereichernd, daher wird auch von Experten die Teilnahme an qualifizierten Selbsthilfe-Angeboten empfohlen.
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Stand: zuletzt aktualisiert am 26.01.26
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Autoren:
Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie
Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet.
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Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung
Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung.
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finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.
Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche.
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