Erhöhtes Osteoporose-Risiko

Osteoporose: Risikogruppen

Autoren: Jennifer Hamatschek , Tatiana Schmid Stand: 30.01.26
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Frauen in bzw. nach den Wechseljahren
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Frauen in bzw. nach den Wechseljahren

Bereits ab etwa 40 Jahren sinkt die Produktion des knochenschützenden Hormons Östrogen. Insbesondere in und nach der Menopause, wenn die Östrogenproduktion weiter abfällt bzw. ganz heruntergefahren wird, ist daher das Osteoporose-Risiko erhöht. Dabei gilt: Je früher eine Frau in die Wechseljahre kommt, desto höher das Risiko.

Gut zu wissen: Nach den Wechseljahren ist mehr als ein Drittel der Frauen von Osteoporose betroffen.

Männer ab 50 Jahren
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Männer ab 50 Jahren

Osteoporose ist bei weitem keine reine Frauenkrankheit. Auch bei Männern werden mit zunehmendem Alter weniger Geschlechtshormone gebildet. Dann hat der sinkende Testosteronspiegel einen verstärkten Knochenabbau zur Folge. Dieser Effekt tritt allerdings später und langsamer ein als beim weiblichen Geschlecht.

Gut zu wissen:

Anders als Frauen leiden Männer häufiger an einer sekundären Osteoporose, die durch verschiedene Grunderkrankungen (Schilddrüsenüberfunktion, Morbus Crohn, Lebererkrankungen etc.), Medikamente oder Alkoholmissbrauch ausgelöst wird.

Sehr schlanke Menschen
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Sehr schlanke Menschen

Zahlreiche Studien belegen: Untergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor, der die Entwicklung von Osteoporose begünstigen kann. Zum einen spielt dabei eine Unterversorgung mit den wichtigen „Knochen-Nährstoffen“ eine Rolle. Zum anderen kommt es in Hungerphasen aber auch zu einer Übersäuerung des Körpers, die zur Folge hat, dass dem Knochen Calcium entzogen wird.

Personen mit unausgewogener Ernährung
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Personen mit unausgewogener Ernährung

Auch eine ungesunde Ernährung kann das Osteoporose-Risiko erhöhen. Denn wer häufig zu Fast Food, Wurstwaren, Cola & Co. greift, nimmt vermehrt Phosphat auf – und das zählt zu den bekannten Calcium-Räubern.

Übrigens: Auch wer auf Milchprodukte verzichtet und nicht auf seine Calciumversorgung achtet, hat ein erhöhtes Risiko.

Raucher
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Raucher

Schon seit Längerem ist bekannt, dass Rauchen die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen kann. Über welche Mechanismen der blaue Dunst die Knochen angreift, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Studien zufolge fallen bei Rauchern vermehrt bestimmte Proteine an, die die sogenannten Osteoklasten aktivieren. Dabei handelt es sich um Knochenzellen, die Knochensubstanz abbauen.

Übrigens: Auch ein hoher Alkoholkonsum gilt als Risikofaktor für Osteoporose.

Menschen mit bestimmten Erkrankungen
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Menschen mit bestimmten Erkrankungen

Einige Erkrankungen und deren Behandlung können ebenfalls Osteoporose (mit)verursachen. Dazu zählen zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Mangel an Geschlechtshormonen, Morbus Crohn und Diabetes mellitus. Unter den Arzneimitteln sind es zum Beispiel Kortison, Sodbrennen- und Epilepsie-Medikamente, die die Knochen schwächen und Osteoporose begünstigen können.

Menschen, die wenig an die Sonne gehen
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Menschen, die wenig an die Sonne gehen

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Knochen: Es sorgt dafür, dass Calcium in die Knochen eingelagert wird und vermehrt aus der Nahrung aufgenommen wird. Der Körper kann das Vitamin selbst bilden – allerdings nur, wenn ausreichend Sonne auf die Haut gelangt. Deshalb haben Menschen, die ihre Haut aus medizinischen oder religiösen Gründen nicht der Sonne aussetzen ein höheres Risiko für einen Vitamin D-Mangel. Und ein Mangel dieses Vitamins erhöht auch die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken.

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 30.01.26

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Autoren:

Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek
Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zu Tatiana Schmid

ICD-Code:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter